Weihnachtsessen im Lokvogel

Okay, ich war mit lieben Freunden auch im angesagten Pop-up-Lokal Lokvogel, betrieben von den Besitzern des Haubenrestaurants Taubenkobel. Die Location, eine alte Remise der Badner Bahn in der charmentleerten Eichenstraßen im 12. Bezirk, ist wirklich cool. Enttäuschend war, dass nur ein Menü zur Auswahl stand. Gut, das stimmt nicht ganz: Es gab den "Fahrplan I" und den "Fahrplan II". Der Unterschied: Beim Fahrplan I werden zwei Gerichte mehr serviert. Irritierend war für uns die Meldung, dass pro Tisch (!) nur jeweils ein Menü gewählt werden konnte (entweder das lange oder das kürzere), somit eigentliche keine Auswahl zur Verfügung stand (mitgefangen - mitgehangen, mit sämtlichen Gästen am Tisch). Das Essen war ohne Zweifel sehr gut, die Wartezeiten zwischen den Gängen doch recht lang. Die Weinkarte interessant, setzt aber profunde Weinkenntnisse voraus. Ein kalifornischer Sauvignon Blanc entpuppte sich als ein maischevergorener Wein heraus. Was mich ja nicht störte, aber ein Orangewine ist halt nicht jedermanns Sache.